Sonntag, 25. Juni 2017

Bons baisers de Belle-Eglise

... - herzliche Urlaubsgrüße aus Belle-Eglise, einem verträumten Örtchen in der Picardie will ich Euch heute schicken. Wie in jedem zweiten Jahr verbringen wir den Urlaub in Frankreich. So sind wir seit gestern hier und ich genieße die französischsprachige Umgebung. Meistens sind wir ja im Juli dort unterwegs. Und so war es nur logisch, daß ich das Juli-Monatsset Frankreich widme.
 
 
Natürlich dominieren die Farben der französischen Flagge - Blau, Weiß, Rot. Für das Binding in ebendiesen Farben nutzte ich die Reste meines Frankreich-Quiltes für eine Ausschreibung für Bohin. Da ich seit einiger Zeit für einen großen Frankreich-Quilt Stoffe sammle, konnte ich bezüglich der Motive aus dem Vollen schöpfen. Da gibt es zum Beispiel die elegante Dame mit Pariser Chic.
 
 
Oder ein Bild mit vielen kleinen typisch französischen Dingen, wie die Baskenmütze, der Schnurrbart, das Baguette, den Grand Café Crème, das Croissant, die Metro ... Und immer wieder ist zwischendurch der Eiffelturm zu sehen.
 
 
Eine kleine Szene mit Häusern durfte auch nicht fehlen. Auf dem Stoff darunter finden sich viele Pariser Straßennamen.
 
 
Besonders typisch finde ich die Szene vor einer Pâtisserie.
 

 
Heute Morgen haben wir beim Bäcker außer dem traditionellen Baguette (für den Mann), einem mit Sesam (für das Tochterkind) und einem pain nordique (ein Vollkornbrot - für mich) auch ein pain au chocolat aux amandes ( Schokoladenbrötchen mit Mandeln) extra für das Foto mitgenommen. Und als wir beim Besuch der Fête Jeanne Hachette in Beauvais einen Stand mit hausgemachten Macarons gesehen haben, mußten sechs davon mit.
 
 
Nach der Rückkehr aus Beauvais gab es dann Kaffee mit einem Nutella-Macaron für das Tochterkind und eine halbes Schokoladenbrötchen für mich. Typisch französisch ist auch die kleine Sitzgruppe, wo wir die Köstlichkeiten genossen.
 
 
Dem Französischen erwies ich mit dem Schriftzug Juillet für Juli meine Referenz. Auch hier nahm ich wieder auf das Bleu-Blanc-Rouge Bezug.
 
 
Natürlich mußte ich die Webkante mit den Baskenmützenträgern verarbeiten. Sie kam in die rechte obere Ecke. Darunter sind die Wörter Merci, Oui und Bonjour bestens aufgehoben.
 
 
Der Stoff gehört zu einer Serie namens Pépé in Paris (Großvater in Paris), wie man auf einem anderen Teil der Webkante lesen kann. Von einem anderen Stoff stammt die Werbung für die Pralinés, die im Französischen ja für (deutsches) Nougat stehen, wobei französisches Nougat wieder etwas anderes ist. Ich sage nur: Vorsicht vor falschen Freunden.
 
 
Genäht hatte ich das Set noch zu Hause. Nur die Monatsnamen fehlten noch. Das habe ich heute Nachmittag nach unserer Rückkehr aus Beauvais noch gemacht. Dazu setzte ich mich in den zum Haus zugehörigen Garten. Vom Sitzplatz aus hat man einen guten Blick auf unser Ferienhaus, das großzügig geschnitten ist und ziemlich ruhig liegt.
 
 
Und da wir hier Internetzugang haben, kann ich auch mal aus Frankreich posten. Und vor allem und sehr wichtig: das Kind ist nicht mehr abgeschnitten von der digitalen Welt.
 
Das Nähen des Sets hat mir großen Spaß gemacht. Meistens konnte ich kleinere Teile zu großen zusammensetzen. Manchmal mußte ich mit halben Nähten arbeiten. Am Ende hat alles gepaßt.
In der Vorschau habe ich schon einige Post zu den Monatssets gesehen. Alle anzusehen, schaffe ich heute Abend Nacht wohl nicht mehr. Doch da wir morgen einen chilligen Tag (O-Ton Tochterkind) geplant haben, komme ich Euch morgen besuchen.
 
Petruschka

Sonntag, 18. Juni 2017

Die Freitagnacht

... hatte ich mir ein wenig anders vorgestellt. Nix war mit Nähen des Monatssets.  Denn statt in die Nacht zu nähen, begleitete ich den Angetrauten zur Saisonabschlußveranstaltung der Tischtennis-Vereinsliga der Region Weimar. Die war zum Glück im Ort.  Gleichzeitig verabschiedeten die Klassenkameraden der Jüngsten einen Austauschschüler in Weimar, von wo ich dann diese gegen Mitternacht abholte. Die Stunde, die dazwischen hatte, nutzte ich zum Zuschneiden eines Täschchens für den Taschen-SAL, der im Juni ja im Zeichen der Tiere steht. Dazu wollte mir anfangs nichts Gescheites einfallen, bis bei Frau Selbermacher ein Täschchen mit einem tollen Fuchsstoff sah und von dem noch ein Stück bei mir lag. Doch erst gestern Abend kam ich  zum Nähen.
 
 
Abgesteppt ist das Täschchen mit Bodenvlies, wodurch es ein guten Stand hat, mir aber schon ein wenig zu dick ist. Genäht habe ich es für mich, mußte ich doch feststellen, daß kein einziges mehr da ist. Mit 19 cm x 14 cm ist es groß genug, Schlüssel, Papiere und Handy kurzfristig zu beherbergen.
Heute Vormittag habe ich dann noch einen kleinen Beutel mit einem Schmetterlingsmotiv genäht. Dieses lag noch vom Vormonat da, als ich für den Taschen-SAL geschrumpfte Beutel genäht hatte.
 
 
Dieser Beutel ist 24 cm breit und 28 cm hoch. Dieses Mal habe ich Jeansstoff für die Träger, die Rückseite und die Umrandung des Motivs verwendet. Die Rückseite zieren zwei kleine Labels. Diese schlummern schon seit mindestens 10 Jahren in meiner Labeldose und passen bestens zum Monatsthema "Tierisch gut".
 
 
Das Monatsset muß nun noch ein wenig warten, soll doch erst der Jubiläumsquilt fertig werden. Damit geht es heute Abend weiter. Denn nun will ich noch sehen, wie es bei euch nähtechnisch so aussieht. Doch vorher verlinke ich den Post noch bei Greenfietsens Taschen-SAL.
Habt noch einen schönen Sonntagabend.
 
Petruschka

Donnerstag, 15. Juni 2017

E wie

... Erle, Esche, Eßkastanie, Essigbaum, jede Menge echte ... - beim E war die Baumauswahl nicht schlecht. In meiner Aufzählung fehlt aber noch die Eiche, auf die meine Wahl für die AMC für den Naturalphabettausch mit Klaudia fiel.

 
Eichen sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nußfrucht. Sie reifen im ersten oder zweiten Jahr nach der Bestäubung. Jede Nussfrucht ist von einem Fruchtbecher eingeschlossen. Meine Eichel wie auch der Fruchtbecher sind aus dickem geschöpftem Papier, das sich gut mit den Nähmaschine aufnähen ließ.
 
 
Für das Blatt habe ich gefärbtes Tyvek mit Abstand !!! unter das Bügeleisen gelegt. Das Tyvek ist daraufhin unregelmäßig geschmolzen. Das ergab interessante Strukturen, die ich mir für das Blatt zunutze machte.
 
 
Diese festere Papier läßt sich ebenfalls gut mit der Nähmaschine aufnähen. Beim ´Fertigen der AMC sollte man sich aber vor direkter Hitze hüten, dann das Tyvek reagiert weiter und schmilzt bei direkter Hitze, weshalb ich eine zweite Lage aufbringen mußte.
 
 
Daß die Karte schon fast fertig war, als ich merkte, daß ich das Wort Eiche zu schreiben vergessen hatte, fällt da fast nicht ins Gewicht. Ihr merkt, der Teufel liegt im Detail.
 
In Deutschland nehmen die Eichen mit einer Fläche von 1,1 Millionen Hektar einen Anteil von 11,6 Prozent an der Waldfläche ein. Die Eichen sind damit nach der Rotbuche die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die einheimischen Eichenarten Stieleiche und Traubeneiche. Die Eiche gehört zur Gattung der Quercus. Diese Gattung  etwa 400 bis 600 Arten. Die Eichen haben Blätter mit abgerundetem Rand. Sie sind sogenannte Lichtbaumarten, das heißt, sie benötigen im Wachstum mehr Licht als etwa die Rotbuche und bilden selbst offene, lichte Kronen. Die Borke der Korkeiche wird als Kork zur Herstellung von Korken, Korkfußböden und mehr verwendet. Von allen Eichenarten eignen sich nur ungefähr 180 zur Herstellung von Weinfässern (Barrique). In der Volksheilkunde wurde borkenlose Eichenrinde genutzt, um Entzündungen im Mund und der Schleimhäute zu heilen. Alle Teile der Eiche sind wegen der enthaltenen Gerbstoffe leicht giftig und können zu gastrointestinalen Symptomen (Magenschleimhautreizung, Erbrechen, Durchfälle) führen. Der Eichenbaum gilt als Ewigkeitszeichen, denn ein Eicheleben überdauert ca. 30 Generationen. Die Eiche ist auch ein häufig anzutreffender Wappenbaum. Und auf der Rückseite unserer kleinsten Centmünzen sind Eichenblätter aufgeprägt. Kartenspielern ist das deutsche Blatt mit den Eicheln bekannt.
 
Klaudia hat einen wunderschönen dunkelblauen nachtblauen Samtstoff gefunden und sich deshalb für ein Eulenmotiv entschieden. Ich muß sagen, das war eine nachvollziehbare Entscheidung.
 
 
Die Eule ist einfach zu putzig, wie sie da mit ihren großen Augen auf dem Ast hockt.
 
 
Fast meint man, sie schielt ein wenig. Klaudia hat die Details wieder sehr sorgfältig ausgearbeitet. Seht doch nur das Gefieder, wie schön es strukturiert ist. 
 
 
Als Motiv sind mir die Eulen sehr willkommen, aber in Natura meide ich sie eher. Ich habe keinen bestimmten Grund, aber diese hell leuchtenden Augen sind irgendwie unheimlich.
Klaudia hat auf ihrem Blog interessante Informationen zum Uhu zusammengetragen.
 
Morgen ist übrigens wieder der dritte Freitag im Monat. Insider wissen, daß dies der Freitag ist, in dem wieder in die Nacht genäht wird. Ich habe mir rote und blaue Stoffe zusammengesucht, passend zu meinen Motiven zu Frankreich. Ich will ich das Monatsset für Juli nähen. Und da wir jedes zweite Jahr, meist im Juli,  nach Frankreich fahren ...
 
 
Ich liebe die Webkante mit den Männern in verschieden farbigen Baskenmützen (unten). Die muß unbedingt mit auf das Monatsset.
 
Vielleicht treffen wir uns morgen Abend bei Wendy?
 
Petruschka

Dienstag, 13. Juni 2017

Ich mußte

... erst einmal die Ereignisse vom Wochenende verarbeiten, bevor ich mich wieder dem Nähen widmen konnte. Gern wäre ich zu den Patchworktagen in Fürth gefahren, aber die Deutsche Meisterschaft im Karate stand an. Wieder einmal in Erfurt, da war der Weg nicht weit. Aber am Samstag waren wir von 8.00 Uhr bis 21.30 Uhr in einer für die vielen Starterzahlen recht kleinen Halle, das fordert einen ganz schön. Für das Tochterkind war es die erste Meisterschaft U 21, obwohl sie noch 17 ist. Sie hat alle ihre Kämpfe gewonnen und so ist sie wiederholt Deutsche Meisterin. Ab nun gehört zu aber nicht mehr zu den "schweren" Damen, sondern startet -68 kg. Mit der Mannschaft erreichte sie Platz 2 und auch da konnte sie alle ihre Kämpfe siegreich gestalten. Nun ist erst einmal Wettkmpfpause. Und ich komme wieder an den Laptop, um all das zu lesen und zu sehen, was Ihr so getrieben habt in den vergangenen Tagen.
Schon vor dem Wochenende war Mini Nummer 9 fertig geworden. Dafür brauchte ich nur schmale Streifen gelben Stoffes.
 
 
Der große Quilt dazu ist das letzte Projekt der QuilThuerer - Die Farben des Regenbogens. Für den Mini habe ich Gelb gewählt, um auch ein farbliches Gegengewicht zu den anderen zu schaffen. Der Mini hat eine Seitenlänge von 15 cm. Im großen Block hatte ich einen Spruch frei gequiltet, hier beschränkte ich mich auf das Wort Sonne, das ich in mehreren Sprachen aufgequiltet habe: Sonne, soleil, sole, sol, sun, солнце (Russisch).
 
 
 
Für den Mini Nummer 10 und damit den letzten hatte ich mich für das freie Maschinensticken entschieden, das wir vor längerer Zeit in einem von einer unserer Nähschwestern geführten Workshop geübt hatten. Dafür hatte ich mir ein Stück gefärbter Seide herausgesucht. Auch für das Vorbild hatte ich ein Stück gefärbte Seide verwendet.
 
 
Dieses liegt schon seit Ewigkeiten im Schrank. Die ältere Tochter hat ihn damals gebatikt. Lange habe ich das Tuch gehütet, doch nun schien die Zeit gekommen. Ich wählte einen Ausschnitt, auf dem ich Tulpen sah. Seht Ihr die Tulpen auch?
 
 
Ich habe dünnen Stoff dahinter gebügelt, alles in einen Stickrahmen gespannt und frei Umrisse und Flächen gestickt. Leider zog sich beim Bügeln alles zusammen. So wollte ich den Quilt nicht haben. Ich habe das Stück aber nicht entsorgt, sondern noch umgewidmet.
Also alles auf Anfang. Ich hatte noch ein Blume aus einem Gardinenstoff, von dem auch der Schmetterling des Originals war. Die bekam ihre Verwandlung durch das Sticken.
 
 
Das Grün wir hier ein wenig verfälscht wiedergegeben, es ist etwas  dunkler. Für den Stengel habe ich ebenfalls ein Rest Seide verwendet, vierfach gefaltet und frei aufgequiltet.
 
 
Die geschlossene Blüte ist nicht so geworden, wie ich wollte, bleibt jetzt aber so.  Der Mini ist 13,5 cm x 21,5 cm groß klein.
Den bestickten Blumenstoff habe ich beschnitten, um daraus AMC zu machen. Davon kann man immer welche brauchen, zum Beispiel für die Nähschwestern zum Geburtstag (oder andere Gelegenheiten).
 
 
 
Aus Resten eines vorherigen Minis ist eine weitere AMC entstanden.
 
 
Unten könnt Ihr erkennen, wie die Blumen-Stoffteile zusammenpassen.
 
 
Die Arbeit an den Minis hat mir großen Spaß gemacht. Nun sind alle Minis fertig und die Frage nach dem Layout stellt sich wieder. Mein Kunstkollege war von den Vorgaben ( 1 Meter hoch, maximal 1 Meter breit) irritiert und zum ersten Mal konnte er mir keinen wirklichen Rat geben.
Eine Idee kaspert mir im Kopf rum, bei der allerdings die genähten Blumen keine Rolle spielen. Zwei Tage gebe ich mir, dann muß die Entscheidung fallen.  Zu sehen, was wir als Gruppe schon alles gemacht haben und einen Ausschnitt davon auszuwählen, das war wie Memoiren, die man schreibt.
Mittlerweile hat auch Regina schon Fotos ihres Jahrzehntquilts gezeigt. Sie macht es auch sehr spannend, indem sie immer nur kleine Ausschnitte zeigt.
Nachher werde ich noch die Aufhänger der Minis befestigen. Bislang habe ich sie beim Annähen des Bindings  nicht berücksichtigt, da ich mir in dieser Frage nicht sicher war. Wenn das getan ist, zeige ich ein Gesamtbild aller Minis.
 
Petruschka

Montag, 5. Juni 2017

Drei weitere Minis

... für den Jubiläumsquilt konnte ich in den letzten Tagen beenden. Damit hat sich die Zahl meiner fertigen Minis auf acht erhöht.


Da ist zuerst der Quilt mit einer Waldlandschaft. In den ersten Jahren unseres Bestehens arbeiteten wir Blöcke in verschiedenen Techniken, die jeweils von einer anderen Nähschwester vorbereitet wurden. So versuchten wir uns im Oktober 2011 an der Technik nach Bernadette Mayr. Ich war so enthusiastisch, daß ich gleich mehrere Blöcke arbeitete. Hier könnt Ihr den dreiteiligen Quilt, der daraus entstanden ist, sehen. Mein Mini ist nur einteilig.
 

Die einzelnen Bäume sind zwischen 0,75 cm und 1,5 cm breit. Das Quilting folgte den Linien des Stoffes. Dieser Mini ist 13 cm x 20 cm groß.
 
 
Kontraste waren das Thema, welches wir im März 2015 abschlossen. Mein Mini nahm die Idee des großen auf. Dafür hatte ich ja einfarbige Aboquadrate verwendet, deren Stoff natürlich verbraucht war. Aber einfarbige habe ich immer noch genug.
 
 
12,5 cm x 15,5 cm klein ist er nur. Die farbigen Rechtecke sind nur 3,5 cm x 1,5 cm groß, die Zwischenstreifen 1 cm breit. Im Detailbild kann man gut erkennen, wie sich der Farbwert verändert, wenn die Hintergrundfarbe weiß oder schwarz ist.
 
 
Beendet ist auch der Mini zur Oberflächengestaltung. Im Juni 2013 war unsere Gruppe in Wahlsdorf, um eben zu diesem Thema einen Kurs zu belegen. Fast ein Jahr dauerte es damals, bis ich meine sechs Blöcke zu einem Quilt verarbeitet hatte. Ich hatte mit dem violetten und dem dunkelgrünen Stoff auch noch die Originalstoffe gefunden.
 
 
Der Miniquilt vereint auf 14,5 cm x 20 cm verschiedene Techniken: Falten, Wolle aufcouchen, Maschinenstickerei, Reversapplikation, freies Quilten und Sticken.
 
 
 
 
Es machte auch jetzt wieder viel Spaß, die verschiedenen Materialien miteinander zu kombinieren. Nun fehlen nur noch zwei Minis, wovon einer schon wieder genäht ist. Der andauernde Regen gestern und das feuchte Wetter heute ließen mir da so einige Zeit..
Nun werde ich mal eine längere Blogrunde drehen. Ich vermute mal, daß ich so einen schöne Dinge zu sehen bekommen werde. Außerdem wünsche ich einen guten Start in die kurze Woche.
 
Petruschka

Samstag, 3. Juni 2017

Bevor sich das Thema

... "Geschrumpft" beim Taschen-SAL, initiiert von Greenfietsen, erledigt hat, nutzte ich die Zeit, in der die Gewitter Regen en Masse brachten (wie auch gerade jetzt), um zwei Beutel für Kinder zu nähen. Ich habe da so einige Paneelstoffe liegen, zum Teil aus meiner Anfangszeit vor über 15 Jahren, als alles noch so neu war. Ob der Laden in Bad Sulza noch existiert?
Groß genug für einen kleinen Beutel war ein Paneel mit einem Marienkäfer, einem Mutschekiepchen, wie man hier sagt. Dunkelblaue Streifen um das Motiv angebracht, denselben Stoff für die Rückseite genommen, Innenbeutel aus alter Kinderbettwäsche, genäht den Boden 6 cm abgenäht, die Henkel tiefer eingesetzt und mit einem Kreuz verstärkt - fertig und keine große Hürde. Der Beutel ist 22,5 cm breit und 28 cm hoch, ohne den abgenähten Boden 25 cm.
 
 
Erst kürzlich kaufte ich ein Paneel mit acht Mädchenmotiven, jeweils 4 Motive sind zwei Mal aufgedruckt. Nicht, daß ich jetzt dafür Bedarf hätte, aber sie waren so niedlich.
 
 
Der Beutel ist 24,4 cm breit und knapp 33 (30) cm hoch. Auch hier habe ich als Innenfutter alte Kinderbettwäsche verwendet.
Den Unterschied zu den Beutelformaten, die ich sonst für meine Einkäufe nähe, wird auf dem nächsten Foto deutlich.
 
 
Nun ist die Produktion geschrumpfter Taschen beendet und Ideen für das neue Thema "Tierisch gut" sind gefragt.
Nun geht es mit den Minis weiter, Nr. 7 ist fast fertig.
 
Petruschka

Dienstag, 30. Mai 2017

Schon übermorgen

...  beginnt ein neuer Monat. Dabei hat der Mai kaum angefangen. Das heißt dann aber, daß ein neues Tischset gezeigt werden kann, und zwar für den Juni. Valomea und Doris haben zu dieser Aktion aufgerufen und ich mache mit.
Für mich ist der Juni der Erdbeermonat. In unserem Garten haben wir mehrere Beete mit Erdbeerpflanzen, die uns immer mit einer guten Ernte versorgen.
 
 
Das Top hatte ich noch kurz vor der Abfahrt in den Odenwald nähen können. Dafür habe ich wieder zwei Aboquadrate verwendet.
 
 
Das kleine nostalgische Muster gefällt mir außerordentlich gut.
 
 
Neben den Quadraten habe ich zwei weitere Erdbeerstoffe vernäht. Dem karierten Stoff habe ich schon länger, den schwarzen habe ich als FQ neu gekauft.
 
 
Gestern habe ich das Quilten geschafft. Dabei habe ich mich auf die Nähte beschränkt. Heute Nachmittag war dann  das Binding dran. Das habe ich wieder einmal aus Resten zusammengesetzt.
Dieses Mal habe ich auch gleich an den Juni-Schriftzug gedacht. Er ist gerade mal 2 cm hoch. Der karierte Untergrund gab die Linien ja schon vor.
 
 
Das Set hat wie auch das Mai-Set eine Größe von 40 cm x 30 cm.
 
Nun setze ich mich noch ein wenig vor den Fernseher, um das Binding vom Mini Nr.6 anzunähen. bei einem Umfang von 54 cm sollte das nicht allzu lange dauern ;-).
 
Petruschka

Sonntag, 28. Mai 2017

Das verlängerte Wochenende

... war recht erfolgreich und das in mehrfacher Hinsicht, wodurch es heute themenmäßig ein ziemlich bunter Post wird.
Alljährlich geht es in den Odenwald, wo ein mehrtägiges Karateereignis die Sportler und deren Eltern zusammenführt. Mein Mann und ich machen uns dann immer einen schönen Tag in der Region. Nach Heidelberg sollte es auch in diesem Jahr gehen. Die Ausstellung im Textilmuseum zur 2.Ausgabe der "Color Improvisation" lockte. Allerdings hatte ich nicht gesehen, daß das Museum nur Mittwoch, Sonnabend und Sonntag öffnet. So standen wir Freitag also vor verschlossener Tür. Wir machten aus der Not eine Tugend und schlenderten dann eben durch die schöne Altstadt. Natürlich ging der Besuch nicht ohne einen Abstecher ins Nähzentrum ab. Hier bin ich fündig geworden auf der Suche nach Stoffen mit Frankreichmotiven.
 
 
Davon hat sich eine ansehnliche Menge angesammelt und ich kann so langsam darüber nachdenken, wie ich meinen Frankreichquilt gestalten will.
Mitgenommen habe ich auch das neue Buch von Bernadette Mayr, dessen Cover mit den intensiven Rottönen geradezu zu brennen scheint.
 
 
Ich hatte schon reichlich Zeit, mehr als nur einen Blick hineinzuwerfen und habe mehrere Favoriten ausfindig gemacht. So gern, wie ich die schrägen Vögel aus dem vorausgegangenen Buch genäht habe, werde ich wohl die Schmetterlinge auf  Kissen, Taschen und Beutel bannen.
 
Wenn auch der Freitag ein Tiefschlag in Sachen Ausstellung war, habe ich mich am Sonnabend Mittag noch einmal auf den Weg nach Heidelberg gemacht. Dieses Mal jedoch allein, denn der Mann durfte Tischbesatzung bei den Wettkämpfen sein. Und gegen Mittag erst, weil das Museum  erst 13 Uhr öffnet und die Tochter am Morgen kämpfte. Nachdem feststand, daß sie das Finale bestreiten wird, bin ich los.
Ich hatte mich schon am Freitag mit einer Angestellten des Nähzentrums (witzigerweise hieß sie Odenwald) über die Ausstellung unterhalten. Sie hatte die Ausstellung schon besucht  und sie mir wärmstens empfohlen.  Die Ausstellung wurde ja von Nancy Crow kuratiert. Auch wenn ich die Arbeiten von Nancy Crow nicht übermäßig mag, der blaue Quilt dem Titelbilds des Katalogs gefällt mir außerordentlich. Er ist der Blickfang, wenn man die Ausstellungshalle betritt. Ich mag auch den farbenfrohen Quilt, der auf dem Flyer des Museums abgebildet ist. Er hängt direkt hinter dem Kassenbereich.
 
 
Fotos durfte man natürlich nicht machen, man will ja den Katalog verkaufen. Ich zeige auch keine Fotos, ich will mir keinen Ärger einhandeln. Im Vorwort verteidigt Nancy Crow die riesigen Formate der Quilts, die alle über 2 m hoch und breit sind. " Als Künstlerin, die mit dem Medium Quilt arbeitet bin ich selbst teils verärgert, teils frustriert zu sehen, dass die Quilts immer kleiner werden, so dass der Betrachter  bisweilen direkt vor ihnen stehen muss, um sie als Bild zu verstehen." Na da sollte sie mal meine Minis sehen ;-)).  Im weiteren rechtfertigt sie die Arbeit an den Quilts als Kunst, was es zweifellos ist. Aufgefallen ist mir, daß fast alle Quilts sehr dicht mit senkrechten/ geraden Linien gequiltet sind. Das war wohl auch ein Kriterium - intensives Quilten. Ein einziger fällt aus der Reihe. Hier sind in großen Teilen Blasen und geschwungene Linien gequiltet. Handwerklich sind alle Quilts nicht zu beanstanden. Manche Quilts sind mir zu dunkel, andere zu wirr oder allzu bunt.  Aber das ist eben nur meine private Meinung. Auch ich gebe gern eine Empfehlung, denn so einige der gezeigten Quilts sind echte Meisterwerke! Und der Eintritt von 2,50 € ist sehr moderat.
 
Am Abend gab es dann die vielen Finals. Das Tochterkind, gehandicapt von einer Fußverletzung am Vormittag, konnte sich dennoch durchsetzen und nahm die Goldmedaille mit nach Hause.
 
 
Für mich war es auch deshalb ein erfolgreiches Wochenende, weil ich mein sechstes Paar Socken in diesem Jahr beenden konnte.
 
 
Und zwar Strümpfe für mich, in Größe 42 und mit 3er Nadeln am Schaft im Zöpfchenmuster und  2,5 er Nadeln am Fuß gestrickt.
 
 
Wolle für ein weiteres Paar habe ich mir in Heidelberg besorgt. Ich will sie zusammen mit Resten von blauer Tweedwolle verarbeiten.
 
 
Soweit mein Bericht vom Wochenende. In der Vorschau habe ich schon einige Juni-Tischsets entdeckt. Das Top für mein Juni-Set ist fertig, morgen geht es an das Quilten und das Binding. Und dann sind ja noch weitere Minis zu machen ...
 
Für heute allerdings ist hier für mich Schluß. Das Bett ruft laut nach mir. Die Hitze macht mich ganz fertig. Müssen es gleich wieder so hohe Temperaturen sein?
Wie es auch sei, ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche.
 
Petruschka